Konzert Theater Bern


Premiere: 20.04.2018 | Transgender-Musical

Stückinfo

Coco war die berühmteste Transfrau der Schweiz der 1990er-Jahre, verletzlich, getrieben, charismatisch. In Bern war sie ein Star: Eine Frau im Körper eines Mannes, die leidenschaftlich und furchtlos gegen alles anrennt, was zwischen ihr und jenem Tag steht, an dem sie endlich sagen kann: «Jetzt bin ich: Ich.» Ihr grösster Widersacher scheinen dabei weder ihre Eltern noch ihr überfordertes Umfeld zu sein, sondern ihr eigener Körper. Obwohl sie sich mit zwanzig einer geschlechtsangleichenden Operation unterzieht, bleibt ihr Leben eine verzweifelte Suche nach sich selbst – und ohne Happy End. Inspiriert von seinem Vorbild erzählt COCO die Geschichte einer Frau, die im Körper eines Mannes lebt. Das Musical erhebt dabei keinen Anspruch auf historische Genauigkeit, es ist stattdessen die überfällige Hommage an eine Frau, die ihren anspruchsvollen Weg mit Entschlossenheit und Würde gegangen ist. Aber tatsächlich geht es in dieser Geschichte um uns alle – um die Notwendigkeit, sich die alles entscheidende Frage zu stellen: «Wer bin ich?» Und es geht um den Mut, den wir dafür aufbringen müssen. Aber vor allem geht es um den Preis, den wir für die Antwort zahlen. (Text: Konzert Theater Bern)


Weitere Infos und Karten finden Sie auf: www.konzerttheaterbern.ch

Kreativteam

Inszenierung: Stefan Huber
Musikalische Leitung: Hans Ueli Schlaepfer
Choreographie: Timo Radünz
Bühnenbild: José Luna
Kostüme: Heike Seidler
Lichtdesign: Rolf Lehmann
Sounddesign: Marcel Schneider
Video: Michael Ryffel
Dramaturgie: Fadrina Arpagaus

Cast

Mariananda Schempp, Gabriel Schneider, Luka Dimic, Jonathan Loosli, Grazia Pergoletti, Christoph Marti

Szenenfotos






Pressestimmen

Alfred Schlienger, Neue Zürcher Zeitung

(...) An der karnevalesken Lustigkeit, mit der die Regie von Stefan Huber das Stück angeht, kann man sich anfänglich durchaus etwas stören. Dass beim Orgasmus auf offener Szene die Konfetti-Kanone volles Rohr ins Publikum ballert, na ja, ein Schenkelklopfer. Die Grundidee der Inszenierung aber überzeugt: Die Identitätsspaltung der Titelfigur wird auf der Bühne leibhaftig durch die ihre Verdoppelung: «Der Körper» (Gabriel Schneider) repräsentiert die äussere männliche Hülle als lästiges Gefängnis, «Coco» (Mariananda Schempp) gibt das innere, betont weibliche Wesen im Ringen um äussere Anerkennung. Im Kampf dieser gegensätzlichen Existenzen wechseln Scherz und Schmerz auf stimmige Weise. (...) Auch wenn das alles ganz spassig klingt, die herberen Töne nehmen in der zweiten Hälfte des gut zweistündigen Abends zu – zum Glück. (...).

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